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K (Die Patientensituation)
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===Die Versorgungssituation von Patienten ist mangelhaft===
 
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Leider gilt die allgemeine Versorgung von ADHS-Betroffenen in Deutschland, das heißt von Menschen, die mit ADHS diagnostiziert sind, aber auch deren Familien und Angehörigen als mangelhaft. Das bedeutet im Einzelnen:
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Leider gilt die allgemeine Versorgung von ADHS-Betroffenen in Deutschland als mangelhaft. Das bedeutet im Einzelnen:
  
 
*Die Wartelisten der ADHS-Ambulanzen sind dauerhaft überfüllt. Die Zeitspanne vom akuten ADHS-Verdacht bis zur ggf. dringend notwendigen Behandlung ist zu groß
 
*Die Wartelisten der ADHS-Ambulanzen sind dauerhaft überfüllt. Die Zeitspanne vom akuten ADHS-Verdacht bis zur ggf. dringend notwendigen Behandlung ist zu groß

Version vom 2. Juni 2019, 22:47 Uhr

Der Sitz der Betreiberorganisation Caudatus Science & Research befindet sich seit 2013 in Köln

Die ADHSpedia Enzyklopädie ist ein seit Frühjahr 2013 bestehendes Informationsprojekt mit einem Themenschwerpunkt ADHS. Das Projekt wird von der nichtstaatlichen Organisation Caudatus Science & Research betrieben. ADHSpedia wird von Experten aus der Humanmedizin, der Humanbiologie sowie der Psychiatrie und Psychologie betreut und mitgestaltet. Es verfolgt keine finanziellen Interessen, arbeitet inhaltlich unabhängig und wird ehrenamtlich betrieben. Das Projekt wird aus privaten Mitteln finanziert, Förderungen oder andere Verbindungen zu Wirtschaftsunternehmen bestehen nicht. Die Nutzung ist kostenfrei.

Es ist das Ziel der Gründerorganisation Caudatus Science & Research, hochwertige, enzyklopädische Informationsprojekte zum Thema ADHS in verschiedenen Sprachen zur Verfügung zu stellen.

Im Folgenden erfahren Sie Genaueres darüber, wie die Werte und Ziele von ADHSpedia definiert sind, welche Grundprinzipien ADHSpedia vertritt und wie wir arbeiten.

Fragen, die uns besonders häufig gestellt werden, finden Sie in unseren FAQ.

Inhaltsverzeichnis

Wer nutzt, liest oder unterstützt ADHSpedia? Wer zählt zur Zielgruppe?

Das Informationsangebot von ADHSpedia hat keine einzelne, spezifische Zielgruppe. So nutzen nicht nur Betroffene und Angehörige von Menschen mit ADHS das Wiki in ihrem Alltag. ADHSpedia wird auch von Studenten zur Recherche zu Studienzwecken, von Gerichten für Urteilsbegründungen[1][2], in den Massenmedien,[3][4] als Referenz in wissenschaftlichen Journals[5] oder allgemein für wissenschaftliche Arbeiten verwendet[6][7] (was wir nicht empfehlen möchten, da ADHSpedia aus unserer Sicht kein zitierfähiges Medium ist). Vereine, wissenschaftliche Fachgesellschaften,[8][9] Patientenorganisationen und Studentenwerke empfehlen ADHSpedia allgemein oder für bestimmte Themengebiete.[10][11][12][13][14] Das Projekt ADHSpedia steht in gutem Kontakt mit engagierten Praktikern und Kliniken des Fachbereichs.

Grundlagen

Worum geht es bei ADHS?

ADHS ist gemäß WHO und APA eine psychische Störung, die mit deutlichen Beeinträchtigungen in bestimmten Bereichen der Verhaltens- und Funktionssteuerung einhergeht. Sie betrifft beide Geschlechter und tritt in jedem Alter auf. ADHS wird dann diagnostiziert, wenn in klar definierten Bereichen, nämlich Impulskontrollfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit sowie fakultativ auch motorische Aktivität, deutliche Abweichungen von der Norm vorliegen, welche Schwierigkeiten verursachen. Es muss durch diagnostische Absicherung sichergestellt sein, dass es genau diese Normabweichungen sind, die dem Betroffenen schwere Probleme bei der Alltagsbewältigung, in der Schule, im Beruf oder in sozialen Bereichen bereiten und dass beim Patienten für diese Normabweichungen keine andere oder bessere Erklärung als ADHS in Frage kommt, da ADHS-Symptome auch viele andere Ursachen haben können.

Zur Ätiologie der ADHS

Aktuell ist nicht bekannt, wie und weshalb genau ADHS entsteht. Die Wissenschaft geht momentan jedoch davon aus, dass ein Zusammenspiel aus bestimmten genetischen und psychosozialen Faktoren zur Entstehung von ADHS führen kann. Daher werden sogenannte biopsychosoziale Entwicklungsmodelle vorgeschlagen werden (siehe zum Beispiel: →Ätiologie sowie →Genetik der ADHS).

ADHS-Diagnose: Im besten Fall aufwändig

In der Absicht, sicherzustellen, dass es auch wirklich eine ADHS ist, welche die Probleme verursacht, wird eine Differenzialdiagnostik durchgeführt, die sicherstellen soll, dass es keine andere, bessere Erklärung für die vorliegenden Probleme gibt. Dabei muss der Diagnostiker quasi so sorgfältig wie bei der „Suche der Nadel im Heuhaufen" vorgehen und durchaus auch ein wenig anamnestische „Detektivarbeit" leisten – denn es gibt momentan noch keine Möglichkeit, ADHS anhand klar definierter körperlicher Marker festzustellen, wie zum Beispiel bei einem Magnesiummangel, den man klar aus dem Blutbild ablesen könnte. Deshalb gilt ADHS in der Psychiatrie als eine der am schwierigsten und aufwändigsten zu stellenden Diagnosen, mit einem erhöhten Risiko für Fehldiagnosen.

Die Patientensituation

Ist die Diagnostik abgeschlossen und der Patient erhält eine positive ADHS-Diagnose, so stellen sich viele Fragen, weil das eigene Leben gegebenenfalls plötzlich aus einer anderen Perspektive gesehen wird. Häufig werden auch der bisherige Lebensweg und die eigene Persönlichkeit sowie die eigenen Kompetenzen, Entscheidungen und bisherige Misserfolge und Erfolge hinterfragt oder umgedeutet.

Auf der Seite der Eltern ergeben sich Fragen nach der eigenen Beteiligung für die bisherige Leidenssituation des Kindes. Die meisten Eltern können nicht einschätzen, inwiefern sie vor dem Hintergrund der ADHS-Diagnose für die Schwierigkeiten oder die bisherige Entwicklung des Kindes mitverantwortlich sind, bzw. ob und welches ungünstige Erziehungsverhalten zur Ausweitung der Symptomatik beigetragen haben kann.

Kinder und Jugendliche können durch die Diagnose zusätzliche Selbstwert- und Selbstwahrnehmungsprobleme entwickeln. Die Diagnose ADHS besitzt eine Label- und Stigmawirkung, da psychiatrische Diagnosen in der Gesellschaft mit Erwartungen und Klischees verbunden sind, die beispielsweise an Vorstellungen wie „verrückt", „gestört", „kriminell", „asozial", „unberechenbar" oder „dumm" geknüpft sind. Diese Attribute haben mit der reinen (bzw. leicht bis mittelschwer ausgeprägten) ADHS jedoch so gut wie nichts gemein.

Insbesondere der Diagnose ADHS im Kindes- und Jugendalter haftet aus verschiedenen Gründen ein besonders negatives Image an; der öffentliche und von den Medien transportierte Diskurs hat beispielsweise die Auffassung etabliert, dass es sich bei ADHS um ein nicht real existierendes sowie nicht anerkanntes Störungsbild handele, deren „bequeme, jedoch allgemein gesundheits- und suchtgefährdende Tablettentherapie" vor allem der Entlastung verantwortungsloser Eltern und überforderter Lehrkräfte dienen würde. Der aktuelle Forschungsstand kann jedoch belegen, dass es sich bei ADHS um ein zwar vielleicht zu häufig diagnostiziertes, aber dennoch eigenes Störungsbild (nosologische Einheit) handelt, für das auch eine medikamentöse Therapie in manchen Fällen sinnvoll, in besonders schweren Fällen sogar dringend erforderlich sein kann. Diese sehr häufig unzutreffenden Vorstellungen des sozialen Umfelds führen im Rahmen der genannten Stigmawirkungen nicht selten zu analogen Entwicklungen von Selbstkonzepten, die diesen Erwartungen entsprechen (Entwicklung zum „Klassenclown"/„Alleinunterhalter"). Sie sind sehr zum Leidwesen der betroffenen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sowie deren Angehörigen und basieren letztlich zu bedeutenden Teilen auf der mangelhaften bzw. fehlerhaften Information der Öffentlichkeit.

Die Versorgungssituation von Patienten ist mangelhaft

Leider gilt die allgemeine Versorgung von ADHS-Betroffenen in Deutschland als mangelhaft. Das bedeutet im Einzelnen:

  • Die Wartelisten der ADHS-Ambulanzen sind dauerhaft überfüllt. Die Zeitspanne vom akuten ADHS-Verdacht bis zur ggf. dringend notwendigen Behandlung ist zu groß
  • Nur ein geringer Teil der Ärzte und Therapeuten verfügt über ausreichende Kenntnisse zur Störung[15]
  • Die Diagnostik wird zu häufig nicht korrekt bzw. nicht leitliniengerecht durchgeführt, Fehldiagnosen gelten als häufig.
  • Die Patienten erhalten zu selten eine angemessene und individuell abgestimmte Therapie
  • Die Therapie basiert zu häufig lediglich auf einem einzelnen Baustein, zum Beispiel Pharmakotherapie
  • Kontrollen über die Wirksamkeit der Therapie erfolgen nicht in ausreichendem Maße, die Patientenrückkopplung wird zu häufig nicht ausreichend angeregt
  • Stark divergierende Fachmeinungen bzw. der mangelnde Konsens unter Ärzten und Therapeuten gegenüber dem Störungsbild ADHS werden oftmals an die Patienten weitergegeben und verunsichern diese
  • Schulen sind nicht ausreichend auf ein Unterrichten mit hyperkinetischen SchülerInnen vorbereitet.
  • Die Patientenaufklärung (Psychoedukation) ist unzureichend, das heißt, die Patienten
    • werden nicht ausreichend aufgeklärt, wie ADHS entstehen kann bzw. welche Faktoren Entstehung und Symptomausweitung begünstigen
    • können deshalb die jeweiligen spezifischen Ursachen und Verkettungen ihres Leidensdrucks nicht einordnen und erschließen für sich Scheinkorrelationen (ADHS scheint für alle Probleme verantwortlich)
    • können nicht zwischen ADHS-Symptomen und den Symptomen ihrer Komorbiditäten unterscheiden und bringen diese durcheinander
    • erhoffen sich durch eine positive ADHS-Diagnose unmittelbare Entlastung (die in der Realität nicht gewährleistet werden kann) und manipulieren ggf. (unbewusst) die Diagnostik; haben unrealistische oder unangemessene Erwartungen an den Therapieerfolg
    • den Patienten ist nicht bekannt, dass ADHS-Symptome in manchen Fällen andere, möglicherweise den Symptomen zugrundeliegende Störungen maskieren können
    • den Patienten sind zu wenige Therapiemöglichkeiten bekannt
    • können die Qualität und Relevanz der existierenden Therapieangebote nicht einschätzen
    • können die Folgen unterbleibender Therapiemaßnahmen nicht abschätzen
    • können den ernst der Lage nicht realistisch einschätzen (unterschätzen/sind überängstigt)
    • den Patienten ist die Relevanz der Ausschlussdiagnose/-Diagnostik nicht bekannt
    • können die Qualität der erhaltenen Diagnostik und Behandlung nicht einschätzen
    • Eltern werden nicht adäquat über notwendige Anpassungen im Erziehungsverhalten unterrichtet; Fehlinformationen wie „eine problematische ADHS liegt niemals/immer im Erziehungsverhalten begründet" sind häufig

In der Folge sind die Patienten verstärkt auf die Patientenselbsthilfe angewiesen, für die jedoch flächendeckende Qualitätsstandards und -Kontrollen sowie häufig auch die finanziellen Mittel fehlen.

Bedeutung der Selbstinformation

Ein großes Problem in der Versorgung von ADHS-Betroffenen und deren Angehörigen stellt die nach wie vor mangelhafte Patientenedukation dar. Die Motivation der Patienten ist gering, wenn für sie nicht einzuschätzen ist, woran und auf welches Ziel hingearbeitet werden soll. Nachgewiesenermaßen erhöht sich die Patientenmitarbeit (Compliance) insbesondere bei ADHS-Betroffenen dramatisch, wenn sie auf eine wertschätzende Art für ihre spezifischen Schwierigkeiten und ihre individuelle Lebenswirklichkeit Verstädnis erfahren. Im klinischen Alltag sind die Möglichkeiten eines idealen psychoedukativen Settings jedoch oftmals nicht so gegeben, wie es eigentlich notwendig oder gar ideal wäre. Dies ist, wie oben bereits näher erläuert, ein systemimmanentes Problem, deren Behebung wohl tiefgreifende, auch politische Anpassungen erforderlich machen würde, die aktuell nicht abzusehen sind.

Wir unterstützen die Idee des „Mündigen Patienten“

ADHSpedia wurde unter anderem auch erschaffen, um Betroffenen, Angehörigen und anderen Interessierten zu ermöglichen, die oben genannten Lücken in der Patientenversorgung mit Hilfe fachlich korrekter und wissenschaftlich fundierter Informationen selbst zu überbrücken. Im Sinne mündiger Patienten[16] sollen sie die Möglichkeit haben, sich ein umfassendes Bild von der ihren Problemen zugrunde liegenden Störung und sämtlichen Behandlungsoptionen zu machen, aber auch Angehörige gezielt über bestimmte Sachverhalte zu informieren.

Weiterführende Informationen zur Versorgung ADHS-Betroffener

Ziele und Methoden

Ziel des ADHSpedia-Projekts ist die Bereitstellung enzyklopädischer, frei zugänglicher Inormationen zum Thema ADHS. Methodische Grundlage ist die Bereitstellung einer halboffenen Nutzergemeinschaft am Projekt ADHSpedia. Das heißt, jeder darf mitwirken. Dazu setzen wir eine Anmeldung im Wiki voraus, die seit 2017 anonym erfolgen kann. Die Nutzung der Mediawiki-Software (Wikimedia Foundation) ist die technische Umsetzung dieses Ansatzes.

Ein weiteres Anliegen und Ziel von ADHSpedia ist neben der Informationsdokumentation die Objektivierung des Diskurses des mitunter kontrovers diskutierten Themas ADHS. ADHSpedia soll dabei Interessierten als zuverlässige, neutrale, transparente und möglichst objektive Informationsquelle dienen. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass dies hohe Ziele sind. Wir sind aber davon überzeugt, dass sich diese Ziele am besten unter Nutzung eines Wiki-Prinzips erreichen lassen.

Wie wir arbeiten

Mediawiki: Das technische Substrat

Die Artikel der ADHSpedia werden möglichst in einer einfachen Auszeichnungssprache verfasst, welche die Definition eines Satzbildes sowie die Integration von Abbildungen und von querverweisenden sowie externen Hypertext-Verweisen erlaubt. Die installierte Software erlaubt die Zuordnung von Artikeln zum jeweiligen Autor. Jeder Seite ist eine Diskussionsseite zugeordnet, auf der die Autoren sich über Defizite oder Ergänzungen des Artikels austauschen können und Meinungsverschiedenheiten beilegen können. Jeder Artikel der ADHSpedia ist über seinen Titel, der den Eintrag bezeichnet, identifizierbar und über eine Zugriffsfunktion erreichbar. ADHSpedia führt zudem auch Kategorien, indem für ein bestimmtes Thema relevante Unterkategorien oder Artikel in alphabetischer Ordnung aufgeführt sind. Ein Beispiel solch einer Kategorie ist die Kategorie Behandlung. Neben diesen Kategorien führt ADHSpedia auch Listen, beispielsweise die Liste von ADHS-Internetforen. Die Inhalte der Listen führen oftmals zu externen Inhalten, ohne dass diese von ADHSpedia vollständig auf ihre Qualität hin überprüft wurden. ADHSpedia kann trotz sorgfältiger Prüfung verlinkter Inhalte keine Haftung für externe Inhalte übernehmen.

Äußere und innere Nähe zur Wikipedia

Form, Stil und Arbeitsweise orientieren sich stark an den Konventionen der Wikipedia — ADHSpedia ist Wikipedia also nicht nur äußerlich sehr ähnlich, sondern hält seine (bislang allerdings nicht verschriftlichten) Verhaltenskodizes sehr dicht an denen der deutschen Wikipedia.

Unabhängigkeit und Finanzierung

ADHSpedia arbeitet unabhängig von Wirtschaftsunternehmen, Verlagen, Vereinen oder Regierungen. Die Betriebskosten werden durch einen privaten Fonds der Betreiberorganisation Caudatus Science & Research zur Verfügung gestellt.

Öffentliche Selbstverpflichtung zur Unabhängigkeit

Für das Projekt ADHSpedia ist eine dauerhafte wirtschaftliche Unabhängigkeit gewährleistet. Das Projekt kann nicht wie vorgesehen existieren, wenn es fundamentalen Interessenskonflikten unterliegt. Die Betreiberorganisation erläuterte dies im Jahr 2017.[17]

ADHSpedia wird:

  • nicht an Marketingkampagnen, Wettbewerben oder Preisverleihungen anderer Unternehmen/Anbieter teilnehmen.
  • niemals Spendengelder aus Quellen annehmen, die mit dem Risiko eines Interessenskonflikts für das Projekt einhergehen.
  • nicht für spezifische Therapieangebote oder sonstige Angebote werben oder eine unzutreffende/unangemessene Dokumentation über Therapiemöglichkeiten gestatten.
  • generell keine Werbung betreiben.

Diese verbindlichen Regelungen versteht ADHSpedia als wichtige Grundpfeiler für eine möglichst hochwertige Informationsdokumentation.

Qualität

Die Qualität des ADHSpedia-Wikis ist bislang noch nicht mit wissenschaftlichen Methoden untersucht worden. Theoretisch möglich wären zum Beispiel vergleichende Untersuchungen, wie sie bereits einige Male mit der Wikipedia durchgeführt worden sind.[18] ADHSpedia müsste sich dann mit psychiatrischer Fachliteratur messen lassen. Leider können wir mit solchen Daten nicht dienen. Als Orientierung lassen sich lediglich anekdotische Indizien nennen – das Wiki wird gemäß unserer Beobachtungen vom Gros der reputablen Fachverbände (als Beispiel sei das zentrale ADHS-Netz genannt)[19] empfohlen oder mindestens anerkannt. Uns sind bislang keinerlei Rügen bekannt geworden.

Zertifizierungen

Health on The Net Foundation (bis 2016)

ADHSpedia wurde von der Health On the Net Foundation für vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen (HON) akkreditiert (HONConduct454274)[20] und hat sich zur Einhaltung sämtlicher Hon code of conduct-Prinzipien verpflichtet.[21]. Dies können Sie hier nachvollziehen.Im Dezember 2016 hatte die HON angekündigt, für die Aufrechterhaltung des Zertifizierungsstatuses mit Wirkung zum 1. Februar 2017 regelmäßig an diese zu entrichtende Gebühren zu erheben. ADHSpedia hatte sich infolgedessen gegen eine weitere Zusammenarbeit mit HON entschieden und die Zusammenarbeit gekündigt.

Artikel: Es gelten Wikipedia-Konventionen

  • Neutraler Standpunkt: Die Darstellung von Inhalten soll von einem neutralen Standpunkt aus erfolgen, der konkurrierende Theorien oder Anschauungen berücksichtigt. Eine an der Relevanz des jeweiligen Ansatzes orientierte Gewichtung ist dabei erlaubt und auch ausdrücklich erwünscht. Dieser Anspruch dient einer möglichst objektiven Darstellung und ist eine wichtige Voraussetzung, Konsens in der Autorenschaft der ADHSpedia herzustellen, die auch die Dokumentation vereinzelter Meinungen berücksichtigen will.
  • Verifizierbarkeit: Alle zu belegenden und strittigen Inhalte eines ADHSpedia-Artikels sollen durch Quellenangaben abgesichert sein. Da die Reputation der ADHSpedia nicht durch Verweis auf die fachliche Autorität eines Herausgebergremiums abgestützt werden kann, muss der Nachweis der Korrektheit der ADHSpedia-Inhalte durch Referenz auf verlässliche Quellen erbracht werden. Diese sind jeweils Ende des jeweiligen Artikels angegeben.
  • Keine Originalforschung: In der ADHSpedia soll - wenn nicht anders gekennzeichnet - gesichertes Wissen publiziert werden. Forschungsergebnisse können erwähnt, müssen aber deutlich als solche gekennzeichnet werden und werden nicht einzeln in Artikeln publiziert. Einzelne Untersuchungen und wissenschaftliche Arbeiten können über die Seite Studien aufgerufen werden.

Der Faktor Mehrautorenschaft

Das Qualitätsmanagement der ADHSpedia basiert primär auf der Aufmerksamkeit der Autorenschaft und sekundär auf der Aufmerksamkeit der Lesergemeinde, die auf Korrektur- und Ergänzungsbedürftigkeit hinweisen können. Die Autoren sind gehalten, Artikel zu kommentieren, mit Qualitätsvermerken zu versehen oder – günstigstenfalls – zu verbessern. Die Offenheit dieses Prozesses wird von der Sicherheit getragen, dass jeder Version eines Artikels wiederherstellbar ist, wenn sich ein Artikel durch eine Änderung verschlechtert haben sollte.

Auch Benutzer mit Leserstatus, die nicht im Wiki angemeldet sind, können auf inhaltliche Fehler, Unschärfen oder Qualitätsmängel hinweisen.

Wissenschaftliche Kommission

ADHSpedia wird von einem Zirkel aus Fachpersonen betreut. Diese können fachliche Empfehlungen geben, zur Diskussion anregen, Verbesserungen vorschlagen und Umsetzen sowie Qualitätskontrollen durchführen. Welche Ansprechpartner dies sind, ist dem Impressum zu entnehmen.

Kontroverses Thema ADHS

Wir möchten bewusst machen, dass medizinisch-wissenschaftliche Themenfelder stets umstritten und auch durch laufende, kontroverse Diskurse geprägt sind. Besonders umstritten ist das Thema ADHS, da sich der wissenschaftliche Diskurs nicht nur auf die Medizin beschränkt, sondern sich über eine Vielzahl wissenschaftlicher Fachgebiete erstreckt, in denen das Thema bzw. die Problematik unterschiedlich behandelt wird (zum Beispiel medizinische Ethik, Humanbiologie, Psychologie und Psychiatrie, Sozialwissenschaften und -Pädagogik, Bildungswissenschaften etc.). Durch diese fachgebietsübergreifende Auseinandersetzung erweist es sich als keine leichte Aufgabe, ADHS vor diesem kontroversen Hintergrund adäquat abzubilden. Dies spiegelt sich auch im inhaltlichen Gesamtbild der ADHSpedia wieder – unserer Haltung: Ausgewogenheit ist nicht möglich, aber erstrebenswert.

Informationen zu Datenschutz und Privatsphäre

Schutz von Persönlichkeitsrechten von Einzelpersonen

ADHSpedia enthält Informationen und auch Biografien über lebende Personen. Alle Autoren sind dazu angehalten, die Verpflichtung zu einer hochwertigen Informationsdokumentation aufrechtzuerhalten, indem

1. sichergestellt wird, dass ADHSpedia-Projekte aller Sprachen, in denen lebende Personen beschrieben werden, Richtlinien vorhalten, welche die besondere Beachtung der Prinzipien Neutralität und Überprüfbarkeit in solchen Artikeln fordern

2. die Menschenwürde und Privatsphäre berücksichtigt werden, wenn Informationen hinzugefügt oder entfernt werden, besonders bei Artikeln von kurzlebiger oder geringer Relevanz. Schmähung oder unsachliche Kritik werden von ADHSpedia nicht geduldet

3. jede Person, die eine Beschwerde über ihre Darstellung in unseren Projekten vorbringt, mit Geduld, Freundlichkeit und Respekt behandelt wird und andere angehalten werden, das ebenso zu tun

4. Personen, über die ADHSpedia Biografien veröffentlicht hat, freigestellt wird, dass ihre Informationen (bei Bedarf auch unter öffentlicher Angabe von Gründen) auf ihren Wunsch vollständig gelöscht werden.

Relevanzkriterien für lebende Personen

Aufgrund seiner zahlreichen Forschungsbeiträge im Bereich ADHS erfüllt Alan Zametkin als neurowissenschaftlicher Forscher die Relevanzkriterien für lebende Personen

ADHSpedia veröffentlicht Informationen über lebende Personen, welche mindestens eines der nachfolgenden Kriterien erfüllen. Dies betrifft beispielsweise Personen, die

  • Wissenschaftler, Autoren oder andere Personen sind, deren Werk oder Arbeitsleistung in einem Kontext mit ADHS stehen und welche durch ihre herausragenden Leistungen und Beiträge mindestens bundesweit anerkannt und dauerhaft Teil der Geschichte eines einschlägigen Fachgebiets geworden sind.
  • mindestens ein literarisches Werk veröffentlicht haben, das in der Fachwelt als Standardwerk anerkannt ist.
  • einen wichtigen Beitrag in der ADHS-Forschung geleistet haben.
  • wegen ihrer Leistungen und Beiträge im Bereich ADHS oder sonstigen nachrichtenwürdigen Ereignissen, die mit ADHS in einem Zusammenhang stehen, bekannt sind.

Wahrung von Persönlichkeitsrechten

Die Autoren der ADHSpedia sollen beim Verfassen von Biografien über lebende Personen besonders sorgfältig vorgehen. Gleichzeitig sollen sie sich sensibel und strikt nach den inhaltlichen Richtlinien und Grundprinzipien der Wikipedia Enzyklopädie richten[22]. Der Autorenschaft von ADHSpedia ist bewusst, dass eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten für Betroffene in vielen Fällen nicht nur ärgerlich ist, sondern gravierende Auswirkungen auf ihr eigenes Leben haben kann.

Informationen über lebende Personen anpassen oder vervollständigen

Wenn Sie einen inhaltlichen Fehler oder Unschärfen entdecken, können Sie uns per E-Mail darauf hinweisen. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, selber am Projekt ADHSpedia teilzunehmen und die entsprechenden Fehler auszubessern.

Bestimmungen zum Wahrung von Persönlichkeitsrechten und Privatsphäre von Einzelpersonen

ADHSpedia hat sich dazu entschieden, den Schutz der Privatsphäre von Einzelpersonen über die Dokumentation von Informationen in biographischen Artikeln zu stellen. Dies ist eine Regelung, für die sich ADHSpedia aus freien Stücken entschieden hat. Es handelt sich nicht um eine gesetzliche Bestimmung. Das bedeutet, dass ADHSpedia im Sinne der im Grundgesetz geregelten Pressefreiheit nicht dazu verpflichtet wäre, einzelne biographische Artikel zu entfernen oder deren Inhalte zu verändern (Art. 5 Abs. 1 S. 2 Var. 1 GG)[23]

Warum wir biographische Artikel im Einzelfall entfernen

Wir begründen diese Bestimmung – und die mit ihr einhergehenden selbstzensorischen Maßnahmen – damit, dass wir die Auffassung teilen, dass das Veröffentlichen biographischer Artikel über Einzelpersonen, die dies nicht wünschen, für diese eine Verletzung in ihren Persönlichkeitsrechten beinhalten sollte. In diesem Punkt widersprechen wir deutlich den Auffassungen der Wikipedia. Anders ausgedrückt: ADHSpedia soll in erster Linie ein wissenschaftlich fundiertes Informationsmedium sein, und kein Internet-Pranger. Aus unserer Sicht ist es ein seltener Umstand, dass ein Ereignis, das in Zusammenhang mit dem Wirken einer Einzelperson steht, derart nachrichtenwürdig ist, dass das öffentliche Interesse an dem Ereignis über das Recht auf Privatsphäre der betroffenen Person gestellt werden sollte.

Einen biographischen Artikel löschen lassen

Wenn Personen nicht möchten, dass auf ADHSpedia ein biographischer Artikel über sie veröffentlicht wird, können diese ohne Angabe von Gründen beantragen, dass der betreffende Artikel vollständig gelöscht und auch in Zukunft kein weiterer Artikel über ihre Person eingestellt wird. Ein Löschungsantrag kann am besten per E-Mail info@adhspedia.de erfolgen. Nach Beantragung einer Löschung wird folgendes geschehen:

  • der Antrag wird auf Gültigkeit und Herkunft geprüft
  • die Artikelinhalte werden entfernt
  • unter dem Lemma wird ein Hinweis gesetzt, dass die Artikelinhalte entfernt wurden: „Die Artikelinhalte wurden aufgrund der Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre von Einzelpersonen entfernt“

Nicht möglich ist das selektive Entfernen oder verändern von einzelnen Inhalten in jeglichen Artikeln, wenn diese nachweislich der Wahrheit entsprechen und die geltenden Qualitäts- und Relevanzkriterien erfüllen. Artikel können lediglich in Gänze und mit Hinweis auf den erfolgten Löschungsantrag entfernt werden. Eine uneingeschränkte Ausnahme bilden eingestellte Fotografien, die einzelne Personen abbilden. Diese können auf Wunsch der abgebildeten Person jederzeit entfernt oder ersetzt werden.

Hinweise zu Gesundheitsthemen

Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultieren Sie bitte je nach Beschwerdebild Ihren Arzt oder Zahnarzt. Nur eine persönliche Untersuchung kann zu einer Diagnose und Therapie führen. Behandlungsempfehlungen leiten sich niemals von ADHSpedia-Inhalten ab. Nehmen Sie Medikamente nur nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker ein.

Verwenden Sie Informationen aus der ADHSpedia nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen und treffen Sie keine Selbstdiagnosen. Die Artikel der ADHSpedia werden halb-offen erstellt und haben weder eine direkte redaktionelle Begleitung, noch eine ständige Kontrolle. Auch wenn die Teilnehmer ständig an ihrer Verbesserung arbeiten, können Beiträge falsch, überholt oder unvollständig sein und möglicherweise gesundheitsgefährdende Empfehlungen enthalten, auch, wenn dies eher unwahrscheinlich ist.

Soziale Verantwortung und Beiträge zum Umweltschutz

Soziale Verantwortung

Unsere idealistische Vorstellung von sozialer Verantwortung ist es, dass alle an unseren Projekten beteiligten Personen ebenfalls ein sozial verantwortliches Verhalten zeigen. Nicht nur im Rahmen unserer eigenen Projekte legen wir großen Wert auf Verbindlichkeit, Fairness und Korrektheit. Wir wählen auch Partnerprojekte nach uns wichtigen Kriterien aus:

  • Ehrlichkeit und Verbindlichkeit
  • faire Entlohnung von Mitarbeitern durch menschenwürdige Mindestlöhne
  • freundlicher und respektvoller Umgang mit Mitarbeitern und angenehmes Arbeitsklima
  • am Ertrag des Unternehmens gemessenes soziales Engagement
  • Verbot der Diskriminierung jedweder Art

Umwelt- & Klimaschutz

ADHSpedia nimmt den Umweltschutz ernst. Für die Betreiber ist ein aktiver und nachhaltiger Umwelt- und Klimaschutz wichtig.

Ökostrom aus regenerativen Energiequellen

Die Seiten von ADHSpedia sind auf Servern eines Rechenzentrums beheimatet, dessen Serverfarm und Büros als eines der ersten Hosting-Unternehmen in Deutschland zu 100 % mit regenerativen Energien betrieben werden.[24]

Der gesamte Energiebezug:[25]

  • stammt zu 100 % aus Wasser- und Windkraft
  • ist frei von jeglicher Kernenergie
  • ist frei von anderen, nicht regenerativen Energiequellen wie Kohle oder Erdgas
  • ist vollständig regenerativ und klimaneutral.

Wie kann ich ADHSpedia unterstützen?

Am besten unterstützen Sie ADHSpedia, indem Sie das Projekt weiterempfehlen.

Einzelnachweise

  1. http://www.rechtsprechung.niedersachsen.de/jportal/portal/page/bsndprod?feed=bsnd-r-vwg&showdoccase=1&doc.id=MWRE130002295
  2. https://openjur.de/u/642747.html
  3. Bspw. http://www.swr.de/swr2/wissen/adhs-diagnose/-/id=661224/did=15325564/nid=661224/1lntjql/index.html
  4. Bspw.: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/lebhaft-oder-adhs/-/id=660374/did=15347952/nid=660374/bsfgwp/index.html
  5. https://www.springermedizin.de/adhs-die-komorbiditaeten-bestimmen-den-krankheitswert/9318520
  6. https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=30&ved=0ahUKEwipwPmz1LHKAhVDNxQKHSRaDqE4FBAWCEowCQ&url=http%3A%2F%2Fwww.staerkenperspektive.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2015%2F09%2FStaerken_neu_denken2015.pdf&usg=AFQjCNF-wILlWdJBjH1xFYvzKjlxhRPLug&sig2=SC-hg_lNTVPBz0MQ1gw3QQ&cad=rja
  7. http://www.adhs-deutschland.de/Portaldata/1/Resources/pdf/2_c_jugendliche/Seminarfacharbeit_ADHS_Camehl.pdf
  8. http://www.zentrales-adhs-netz.de/fuer-therapeuten/links.html
  9. Endres, M., Rexroth, C., Skrodzki, K., & Wilken, B. (2018). Verhaltensauffällige Jugendliche. Jugendmedizin, 335-348. [doi:10.1007/978-3-662-52783-2_27 https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-52783-2_27
  10. http://old.fh-duesseldorf.de/d_org/f_intv/e_abs/e_abs_1
  11. http://www.adhs-kiel.de/aktuelles/
  12. http://www.studentenwerke.de/de/content/tipps-und-informationen-nr-2-2015
  13. https://www.uni-due.de/apps/rss.php?id=93&db=inklusion
  14. http://www.adhs-deutschland.de/Home/Unser-Angebot/Links.aspx
  15. http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/601338/defizite-adhs-versorgung.html
  16. https://www.coliquio-insights.de/muendige-patienten-das-sagen-aerzte/
  17. https://www.caudatus.org/assets/Krutzek%20D%20ADHS%202017.pdf
  18. Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipedistik/Vergleiche
  19. https://www.zentrales-adhs-netz.de/infos-zu-adhs/weitere-hilfen-und-spezifische-infos/
  20. http://www.hon.ch/HONcode/Conduct.html?HONConduct454274
  21. http://www.hon.ch/HONcode/Patients/Conduct_de.html
  22. https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Artikel_%C3%BCber_lebende_Personen
  23. https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html
  24. https://www.manitu.de/unternehmen/oekologie-und-klimaschutz/
  25. https://www.hetzner.de/unternehmen/umweltschutz/