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Cannabis und ADHS

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Version vom 10. Mai 2013, 05:18 Uhr von Helperior (Diskussion | Beiträge) (Medizinisches Cannabis zur Behandlung von ADHS)
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THC wird neben Alkohol und Nikotin am häufigsten von AD(H)S-Betroffenen missbraucht. Auch betroffene Erwachsene entwickeln vergleichsweise häufig psychische Abhängigkeiten zu THC-haltigen Substanzen. THC wird häufig aufgrund seiner beruhigenden Wirkung als Mittel zur Selbstmedikation genannt.

Medizinisches Cannabis zur Behandlung von ADHS

Ein Fallbericht der Universität Heidelberg aus dem Jahr 2008 weist darauf hin, dass THC die Fahrleistungen von ADHS-Betroffenen verbessern kann.[1] Laut Bericht kann es in Einzelfällen zu einer Regulierung der Aktivierung auf ein mittleres Aktivierungsniveau und damit zu einer optimalen Leistungsfähigkeit im Straßenverkehr kommen. Der Cannabiskonsum verursachte bei den Probanden keine Defizite in der kognitiven Leistungsfähigkeit.

In der Schlussfolgerung des Berichts wird bemerkt, dass sich die Wirkungen von Cannabinoiden bei AD(H)S-Betroffenen von denen nicht betroffener Konsumenten zu unterscheiden scheinen, was eine Beteiligung des zentralen Cannabinoidenrezeptorsystems an der Pathologie der Störung nahelege. Die Mechanismen, die für die vermutlich atypische Wirkungsweise von THC bei Betroffenen verantwortlich sind, bedürfen jedoch noch weiteren Untersuchungen. Die Möglichkeit postiver Auswirkungen von medizinischem Cannabis gilt als relativ gesichert.

In den Vereinigten Staaten wird medizinisches Cannabis aktuell in zwölf Bundesstaaten zur Behandlung von ADHS verschreibungspflichtig eingesetzt (2012).[2]

Einzelnachweise