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Somatisierungsstörung

Aus ADHSpedia
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Als Somatisierungsstörung wird das Auftreten einer vielfältigen Palette physischer Beschwerden bezeichnet, die auch komorbid mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung einhergehen können

ADHS kann insbesondere mit einhergehenden komorbiden Störungen eine erhebliche Belastung für sowohl die Seele als auch den Körper bedeuten. Das gleichzeitige Auftreten von körperlichen und psychischen Symptomen (Psychosomatik) wird bei ADHS-Betroffenen gehäuft beobachtet. Häufig sind keine Organveränderungen nachweisbar, was klinische Diagnosen und Therapien oftmals über längere Zeiträume erschwert.

Patienten mit ADHS und Somatisierungsstörungen leiden besonders häufig unter Bluthochdruck, Schlafstörungen, Magen- und Verdauungsbeschwerden oder Kopfschmerzen. Das Spektrum ist jedoch kaum zu überschauen und lässt sich nicht auf einige Bereiche eingrenzen. So können in Einzelfällen auch Magengeschwüre, Ohrgeräusche (Tinnitus), Muskel- und Gelenkschmerzen und andere Beschwerden auftreten. Somatisierungsstörungen treten im Besonderen bei einer sich problematisch auswirkenden ADHS auf. Die ADHS allein - ohne Berücksichtigung komorbider Beschwerden - kann oftmals nicht als singulärer oder primärer Ursachenfaktor für die Beschwerden ausgemacht werden.