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Darius Krutzek

Aus ADHSpedia
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Darius Krutzek im Jahr 2018

Darius Martin Krutzek ist ein in Köln und Regensburg ansässiger Unternehmer, Publizist und Wissenschaftsjournalist (VMWJ).[1] Er ist unter anderem an der nichtstaatlichen Organisation Caudatus Science & Research mitbeteiligt.

Ausbildung

Replikation eines Apollo-Raumanzugs der NASA im Empfangsbereich der Köln-Lindenthaler Niederlassung.

Krutzek besuchte das Gymnasium in Rheinhessen und Heidelberg. Er studierte Anglistik und Germanistik in Köln und Bonn. Aktuell studiert er an der Universität Regensburg Psychologie.

Unternehmerische Aktivitäten

Nachtaufnahme des Gebäudes in der Krieler Straße

Im Jahr 2011 gründete Krutzek die Marke Helperior®, für die unter Leitung der Kölner Psychologin Carolin Weber das Leitkonzept für die zu gründende Therapie- und Fördereinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Arbeitsstörungen entworfen wurde. Dabei wurde das verhaltens- und lerntherapeutische Basiskonzept (überwiegend Lauth/Schlottke) für die eigenen Voraussetzungen adaptiert. Es wurde in Teilen remanualisiert, da von Krutzek zunächst die Möglichkeit eines Konzessionsbetriebs auch in anderen Teilen des Bundesgebiets in Betracht gezogen worden war, was später verworfen wurde. Der Markteintritt erfolgte im Sommer 2012 als private Bildungseinrichtung in der Kölner Neustadt mit drei Mitarbeitern. Laut Krutzek seien die Anfänge mit teils deutlichen Schwierigkeiten verbunden gewesen, da er branchentypische Unternehmensrisiken und regionale Besonderheiten zunächst nicht adäquat eingeschätzt hatte. Zu weiteren kritischen Hürden zählte eine bis 2014 ungeklärte Erstattungsfähigkeit. Im Herbst 2014 setzte Krutzek die betriebliche Erweiterung mit einer neugegründeten Niederlassung in Köln-Lindenthal durch[2] und zeichnete auch dort für das strategische Geschäft verantwortlich. Ab 2016 zog er sich infolge einer längeren Erkrankung weitgehend aus dem aktiven Geschäft zurück. Ende 2017 gab Krutzek bekannt, dass er vorerst nicht plane, das lerntherapeutische Programm in Köln fortführen zu lassen.

Beteiligungen an Caudatus Science & Research

Krutzek war am Aufbau der nichtstaatlichen Organisation Caudatus Science & Research (ehem. AE Europe) beteiligt. Initial angestoßen und vorangetrieben wurde das Vorhaben von der befreundeten Rehabilationspsychologin Anja Engelmann. Zweck der Organisation waren finanzielle Ausstattung und Kompetenzenbündelung zum Betrieb der Wiki-Projekte ADHSpedia und ADHDpedia sowie etwaiger zukünftiger Projekte. Ende 2012 gelang es Caudatus, den Karlsruher Frontend-Experten Nicola Heck[3] von der Idee des Wikis zu überzeugen. Als technische Basis wurde die von der Wikimedia Foundation zur Verfügung gestellte Mediawiki-Infrastruktur genutzt, wobei sämtliche Frontend-Konfigurationen von Heck vorgenommen wurden. Von Marcel Linden (CCC Ulm, Spreetropol Systems)[4][5] wurden die Kapazitäten des Root-Servers KOIOS[6] sowie des VPS THYRSOS im Rechenzentrum in St. Wendel[7] zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit Linden zeichnet Heck bis heute für die technische Infrastruktur verantwortlich.

In den Folgejahren konnte eine weitgehend interdisziplinäre Expertenkommission gebildet werden,[8] die sich aktuell überwiegend aus Personen medizinischer Fachbereiche zusammensetzt. Als maßgebliche Triebkraft galt der Essener Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Wolfgang Kömen. Diese Synergien ermöglichten die Entwicklung eines offenen Mehrautorenbetriebs nach Wikipedia-Konventionen[9] mit systematischer fachlicher Kontrolle und eine allmähliche Erweiterung der Dokumentationstiefe. Aktuell sind etwa 70 Personen am Projekt ADHSpedia beteiligt (2016).[10]

Aktuelle Entwicklungen

Für das deutschsprachige Wiki-Projekt ADHSpedia regte Krutzek im Jahr 2016 einen Kurswechsel in Richtung einer größeren Offenheit an. Aufgrund der unzureichenden fachlichen Kontrollmöglichkeiten hatte er sich bislang gegen eine vollständige Open-Source-Variante ausgesprochen. Ab Sommer 2016 sollte sich das Wiki weiter an Wikipedia-Kriterien annähern. Im Zuge eines größeren technischen Updates setzte Nicola Heck verschiedene Liberalisierungen um, darunter eine Open-Source-Umstellung und ein zukünftiger Verzicht auf eine Klarnamen-Pflicht. Inhaltlich wurde eine Erweiterung um den Bereich Molekulargenetik gewagt.

Für das Jahr 2017 schlug Krutzek für Caudatus weitere Projekte vor, für die zukünftig auch Kooperationen mit anderen Organisationen eingegangen werden sollen. Auf der Mitgliederversammlung 2017 der Arbeitsgemeinschaft ADHS der Kinder- und Jugendärzte, welche im Juni 2017 in Berlin stattfand, wurde die gemeinsame Herausgabe des in dritter Auflage erscheinenden BtM-Patientenausweises[11] bekanntgegeben. In Zusammenarbeit mit dem ARD-Journalisten Mirko Drotschmann produzierte Krutzek im Januar 2017 einen Informationsbeitrag zum Thema ADHS.[12] Als weiteres neues Projekt wurde die seit Ende 2016 in der Entwicklung befindliche Software Leandroo angekündigt, welche die ärztliche Entscheidungsfindung (Pharmakotherapie) unterstützen soll.[13] Für die medizinische Datengrundlage des Algorithmus sicherten unter anderem Christian Wolff und Wolfgang Kömen ihre Unterstützung zu, das Developer-Team bilden Melissa Jane und Syed Umar.

Sonstige Aktivitäten

Krutzek ist Mitglied des Verbands der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten (VMWJ)[14] sowie Fördermitglied des CCC.[15]

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise