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Finanzen

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Dieser Artikel behandelt das Thema Finanzen im Zusammenhang mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Bei ADHS-Betroffenen ist oftmals ein mangelhafter Bezug zu Geld und Finanzen zu beobachten. Dies wurde auch in Studien verdeutlicht.[1] In einer US-amerikanischen Studienreihe zeigte sich, dass Erwachsene mit ADHS öfter verschuldet sind, Mieten und Rechnungen häufig zu spät oder gar nicht bezahlen, selten Ersparnisse haben, bzw. selten Geld zurücklegen und in vielen Fällen über ihren finanziellen Verhältnissen leben.[2] Bedingt durch die eingeschränkte Selbstregulationsfähigkeit fällt es Erwachsenen mit ADHS besonders schwer, ihre Ausgaben zu kontrollieren, was oftmals zu Spontankäufen führt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Glücksspiel- oder Kaufsucht entwickelt, ist erhöht.

Glücksspiel

Studienergebnisse zeigen auf, dass Glücksspiele bei 19 % der betroffenen Erwachsenen mit ADHS einen Risikofaktor zur Suchtentwicklung darstellen[3] Für viele Erwachsene stellt das Glücksspiel eine Möglichkeit dar, ihre stark ausgeprägte Reizsuche zu befriedigen und der scheinbar unerträglichen Redundanz des Alltags zu entgehen:

"Mich beunruhigt nicht, dass ich verliere, mich beunruhigt, dass mir das Wetten als solches so viel Spaß macht. Ich meine, es macht mir nicht bloß Spaß. Ich bin ganz wild darauf (...) Ich habe endlich etwas gefunden, das meine Aufmerksamkeit erregt. Es bringt meine Säfte in Wallung wie sonst nichts, beruhigt und entspannt mich gleichzeitig auf sonderbare Weise."[4]

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Quellen

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