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Restless-Legs-Syndrom

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Betroffene des Restless-Legs-Syndroms beschreiben die vor allem in den Beinen empfundenen Missempfindungen als diffuses Kribbeln oder Spannen. Vor allem beim Einschlafen bereiten die Symptome Schwierigkeiten.

Als Restless-Legs-Syndrom (RLS) wird eine neurologische Erkrankung bezeichnet, die häufig als Komorbidität mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung einhergeht.[1] Die Störung zeichnet sich durch einen periodisch auftretenden Drang aus, sich zu bewegen oder Muskeln anzuspannen. Als Ursache werden unter anderem Störungen des dopaminergen Systems in Betracht gezogen. Das Restless-Legs-Syndrom ist differenzialdiagnostisch von den Symptomen der Hyperaktivität bei ADHS abzugrenzen. Schätzungen zufolge sind bis zu 10 % betroffen, wobei sich unter den Erkrankten häufiger Frauen befinden.[2] Eine häufige und sehr beeinträchtigende Folge des RLS sind Schlafstörungen.

Symptome

Betroffene beschreiben die auftretenden Missempfindungen als kribbeln, spannen, Schmerzen und Gefühle, die von den Patienten oft nicht eindeutig beschrieben werden können.[3] Häufig treten Schlafstörungen auf.[4] Die beschriebenen, unangenehmen Empfindungen, die den Bewegungsdrang auslösen, können in allen Muskelgruppen auftreten. Häufiger sind allerdings Beine und Füße betroffen. Die Ausprägung der Symptome kann phasenweise fluktuieren.[4]

Ätiologie

Die Ursachen des idiopatischen, also nicht durch andere Faktoren ausgelösten Restless-Legs-Syndroms sind nicht abschließend geklärt. Als ein Auslöser, der auch im Zusammenhang mit ADHS genannt wird, kommt eine Störung des dopaminergen Systems in Frage, da sich die Gabe von Dopaminagonisten ex juvantibus als symptomlindernd erwiesen hat. Sekundär kann RLS auch durch Eisenmangel sowie die Gabe verschiedener Medikamente verursacht werden, wobei die Symptome nach Beseitigung dieser Ursachen in der Regel wieder verschwinden. [4]

Behandlungsweisen

Eine Behandlung des RLS ist nur bei stark ausgeprägter Symptomatik angezeigt. Nur bei etwa 20 % der Betroffenen ist eine Behandlung indiziert.[5] Das Bewegen, Dehnen oder Anspannen der betroffenen Muskeln verschafft meist sofortige Linderung. Medikamente, wie Dopaminagonisten oder Opioide kommen bei schwerer Ausprägung zur Anwendung. Liegt Eisenmangel vor und steht dieser in Verbindung mit dem Syndrom, kann die Gabe von Eisen zur Verbesserung der Symptomatik hilfreich sein.

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16218085 "Restless legs syndrome and attention-deficit/hyperactivity disorder: a review of the literature"
  2. http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/030-081.htm
  3. http://www.uni-leipzig.de/~pharm/phfn/schlaf3.pdf "Universität Leipzig - Restless Legs Syndrom - Wenn Beine keine Ruhe finden"
  4. 4,0 4,1 4,2 http://www.ninds.nih.gov/disorders/restless_legs/detail_restless_legs.htm
  5. ↑ R.P. Allen et. al.: Restless legs syndrome prevalence and impact., in: Arch Int Med 2005, 165:1286-1292