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AG ADHS

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Logo der AG ADHS

Der Arbeitsgemeinschaft ADHS e.V. (kurz: AG ADHS) ist ein deutscher, gemeinnütziger Verein[1] mit Sitzen in Höchstadt und Hamburg, der im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet wurde, die Voraussetzungen, Rahmenbedingungen sowie die gesundheitliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS zu verbessern. Der AG ADHS gehören derzeit über 600 Ärztinnen und Ärzte an.[2]

Aktivitäten und Ziele

Die AG ADHS verfügt über eine eigens verfasste Diagnose- und Therapieleitlinie.[3] Ferner bestehen Kooperationen mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, den Sozialpädiatern, den Neuropädiatern und den Elternverbänden. Regelmäßig werden zudem Informations- und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema ADHS für Ärzte und Laien angeboten.

Mitglieder

Die AG ADHS verfügt aktuell über mehr als 600 professionelle Mitglieder. Vereinsvorsitzende sind aktuell Kirsten Stollhoff und Gerhard Broer.

Vorstandschaft

  • Kirsten Stollhoff
  • Gerhard Broer
  • Walter Kunz
  • Matthias Gelb
  • Jürgen Gromball
  • Marlies Heinze
  • Urs Hunziker
  • Ronny Jung
  • Wolfgang Kömen
  • Ulrich Kohns
  • Eckhard Ziegler-Kirbach
  • Klaus-Peter Grosse
  • Gabriela Kreller-Laugwitz
  • Peter Lautenbach
  • Klaus Skrodzki
  • René Kindli

Finanzen

Die AG ADHS erhielt Zuwendungen vom Pharmahersteller MEDICE Arzneimittel Pütter[4][5][6] Die Finanzierung erfolgt durch einen Fonds zur Forschungsförderung, der durch Gelder von MEDICE ausgestattet wird, sowie durch Subventionierungen von Fortbildungsveranstaltungen. Letztere sind bisweilen von firmenbezogener Werbung der Firma MEDICE für eigene Arzneimittel geprägt. Laut Hans-Jürgen Kühle, Beisitzer im Vereinsvorstand, erfolgen die Verteilungen der Fördermittel des Fonds selbstständig und unabhängig sowie firmen- und produktneutral.[7]

Vorfall in Zusammenhang mit ADHS-Ausweis.de

Im Jahr 2017 wurde auf der Mitgliederversammlung der AG ADHS in Berlin bekanntgegeben, dass der Verband zukünftig als Mitherausgeber des ADHS-Ausweises auftreten werde. Die Entscheidung trat mit Wirkung zum Erscheinungsdatum der dritten Auflage im September 2017 in Kraft und wurde im Februar 2019 – während der vierten Auflage – von der AG ADHS widerrufen, woraufhin die Kooperation wieder aufgelöst wurde. Das Ausscheiden der AG ADHS hatte zum Hintergrund, dass Führungsmitglieder des Verbands aufgrund eines seinerzeit aktiven Seriennummer-Validierungsverfahrens nicht näher konkretisierte Zweifel am Patientendatenschutz vortrugen. Kirsten Stollhoff teilte dem Betreiberteam von ADHS-Ausweis.de mit, dass die AG ADHS mit sofortiger Wirkung aus dem Projekt austrete. Darüber hinaus forderte die AG ADHS, dass sämtliche Exemplare der vierten Auflage vernichtet werden. Darius Krutzek reagierte mit einem zunächst nur intern vorgelegten Papier, in welchem er konkretisierte Angaben zu einer für das Validierungsverfahren maximierten Anonymität der Patienten machte.[8] Das System kam ohne die Abfrage von Patientendaten aus, da die Verknüpfung von Patient und Seriennummer ausschließlich über die handschriftliche Eintragung auf dem Ausweis erfolgte. Somit hatte immer nur der autorisierte Betrachter Kenntnis über die Zugehörigkeit der Seriennummer. Die AG ADHS reagierte ohne inhaltliche Bezugnahme mit einem erneuten Austrittsgesuch. Darüber hinaus ließ Klaus Skrodzki seinen biographischen Artikel aus dem ADHSpedia-Wiki entfernen (→ mehr zum Thema). Dabei handelte es sich um das erste Löschgesuch in der Geschichte des Wikis. ADHSpedia kam den Forderungen (mit Ausnahme der Vernichtung der übrigen Exemplare) nach. Darüber hinaus entschied ADHSpedia – aufgrund eines eventuellen Risikos von Missverständnissen – zukünftig auf die Validierungsfunktionen zu verzichten. Im Juni 2020 wurde das der AG ADHS im Februar 2019 vorgelegte Papier aus Transparenzgründen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[8]

Siehe auch

Weblinks

Weitere interessante Artikel

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Einzelnachweise